Brandenburger Vorstadt Dachansicht

Stadtteilgeschichte

Viele Gesichter in einem:
Die Brandenburger Vorstadt – ein Stadtteil zwischen Havel und Sanssouci

Die „Brandenburger Vorstadt“ bezieht sich auf die Straße nach Brandenburg/Havel und bildet gemeinsam mit der Jäger-, der Nauener, Berliner, Teltower und der Templiner Vorstadt den Ring der „klassischen Vorstädte“ um das alte Stadtgebiet von Potsdam.

Sie ist ein Stadtteil, der eingebettet ist zwischen der Havel im Südosten, dem Wildpark im Westen und dem Park Sanssouci im Norden. So unterschiedlich wie die Vorstädte und Stadtteile Potsdams untereinander sind, so unterschiedlich ist die Brandenburger Vorstadt in sich selbst. Wir finden hier Bauten aus nahezu allen Jahrzehnten und Jahrhunderten: Angefangen aus einer Zeit vor Anlage des Park Sanssouci, weitergehend mit dem klassischen Jugendstilviertel  (errichtet zwischen 1900 und 1912 in dem Areal zwischen Hans-Sachs-Straße und Sellostraße), wir finden Wohnviertel der 20er Jahre am Westrand des Stadtteils, Wohnviertel der 30er Jahre wie die „Friedrichsstadt“ und Wohnviertel des „komplexen Wohnungsbaus“ der 60er, 70er und 80er.

Nicht zu vergessen bemerkenswerte Einzelbauten und Areale wie das Dampfmaschinenhaus (Moschee), der Persiusspeicher und schließlich der ehemalige Luftschiffhafen, heute „Olympiastützpunkt Potsdam“…    Ein Gang durch die jeweils unterschiedlichen Viertel gleicht deshalb einer Zeitreise durch Jahrzehnte und Jahrhunderte.

Der hohe Bestand an Häusern aus den Jahrzehnten zwischen 1871 und 1910 mit Bauformen des Spätklassizismus, Neo-Renaissance, Neo-Gotik, Neo-Barock und Jugendstil prägen das charakteristische Erscheinungsbild der Inneren Brandenburger Vorstadt. Villen, villenartige Kleinmietwohnhäuser und großbürgerliche Mietwohnhäuser finden sich hier in geordnetem und aufeinander bezogenem Miteinander – und begründen den Denkmalschutz für das ganze Stadtviertel.

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